Sonntag, 5. Februar 2012

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Abenteuer Ziegenhof

Im Rahmen unserer Materia Medica Gruppe unter Leitung von Claudia Grothus
verbrachten wir Anfang Juli 2011 einen eindrucksvollen Praxis-Tag auf dem Demeter Ziegenhof undefined„Haus Hülshoff“ in Tecklenburg.
Dabei reifte mein Entschluß: „Das möchte ich noch intensiver erleben“  Ich beschloss, gemeinsam mit einer lieben Kollegin, ein 1-wöchiges Praktikum auf dem Hof zu absolvieren.  Mit den Hofpächtern (Dunja und Ludger) einigten wir uns auf einen Termin im August. Die Vorfreude war riesig: Sommer, Sonne, Ziegen, Esel, Landleben, was will man mehr?

Hinzu kam noch ein weiteres Highlight, Claudias Eselin war hochträchtig, der Zeitpunkt der Geburt zwar unsicher.  Aber für uns war klar, das wird schon klappen, und wenn wir kommen, dann ist auch das Esel-Baby da.

Und so kam es auch:  Balian, von uns nur Prinz oder Prinzchen genannt, erblickte zwei Tage vor unserer Ankunft das Licht dieser Welt. Oder besser gesagt, die großen grauen Regentropfen, denn der Sommer wusste leider nicht, dass schon Sommer war. Wir hatten August und es war herbstlich kalt und nass. Damit hatten wir unsere Hauptaufgabe für die Hofwoche gefunden: Esel-Fohlen- Versorgung!

Balian, der nur aus Riesenohren und ewig langen Beinen bestand, hatte der Witterung nichts entgegen zu setzen. Seine Mama hat den Regen mit stoischer Gelassenheit ertragen, aber den Kleinen konnten wir nicht ungeschützt daneben liegen lassen, denn Eselfohlen dürfen nicht nass werden.

Also wurde Bali mit einem Hundemantel (Tipp: große Hundemäntel passen super auf Eselbabys) bekleidet und nach jedem Regenguss liebevoll abgetrocknet.

 

Aber wir haben natürlich nicht nur Esel-Pflege betrieben. Unser erstes Tagwerk morgens, war das Zäunen. Denn die beiden Ziegenherden durften nach dem morgendlichen Melken auf die Weiden. Dazu musste aber der mobile Zaun jeden Tag an einer neuen Stelle gesteckt werden.

Also raus aus den Federn und  rein ins nasse Gras, zuerst mussten Zaun und Stäbe von der Weidefläche des Vortags entfernt werden, zur neuen Stelle gebracht, darauf verteilt und dann ordentlich unter Spannung und möglichst ohne Bodenkontakt aufgestellt werden.

Dann noch flugs die schon meckernden Ziegen mit aufmunternden Rufen „Komm, komm, komm, komm, komm“ aus dem Stall in die richtige Richtung gelotst, Tor zu, Strom an und erst mal zum Aufwärmen und Kaffee trinken in die Gemeinschaftsküche.
Dort haben wir uns alle zum Frühstück getroffen, denn nicht nur wir waren zu dieser Zeit auf dem Hof, nein wir waren zu elft! Unter anderem  zwei junge WWOOFerinnen. Da eine der Mädels aus Dänemark kam, konnten wir auch gleich unsere Englisch-Kenntnisse auffrischen.

Nachdem Frühstück  wurden die anstehenden Aufgaben verteilt, und wir sind losgezogen um unsere Arbeiten zu verrichten. Auf so einem Hof gibt es immer etwas zu tun. Ställe müssen gemistet werden. Sehr schön und vor allem geruchsintensiv ist da der Schweinestall, aber unter kräftiger Mithilfe der Steckdosen-Nasen, haben wir auch diese Herausforderung gemeistert.

Tiere wollen gefüttert werden. Unmengen an Heu und Silage müssen in diverse Krippen verteilt werden. Dazwischen kommt  natürlich immer mal einer der Hofhunde der gestreichelt werden möchte und nicht zu vergessen ein Eselchen, das abgetrocknet werden muss.

Neben der Hofarbeit haben wir uns aber auch als Therapeuten betätigt. Da gibt es natürlich große Unterschiede  zu  der Behandlung von Hund und Katze. Das fängt schon bei der Anamnese an. Auch wenn die Hofbesitzer ihre Tiere gut kennen, ist
es doch eine ganz andere Vorgehensweise um bei einem Nutztier, das in einer Herde lebt,  mittelweisende Symptome zu erfahren und auch zu erkennen. Außerdem müssen wir beachten, dass wir zwar ein homöopathisches Mittel suchen dürfen, aber bei Tieren die zur Lebensmittelgewinnung eingesetzt werden, gar nicht verordnen dürfen. Das muss vom Tierarzt übernommen werden.

Für mich als Stadtkind  war das eine sehr erfüllende Woche. Ich werde zwar schon mein ganzes Leben von Tieren begleitet, und kenne die Stallarbeit vom Reiten, aber Bauernhof „live“ hatte ich in dieser Form noch nie. Es ist mir richtig schwergefallen , mich anschließend wieder in meinem normalen Alltag einzufinden.

Petra Soballa

holon Arzneimittelprüfung 2009

Ich bin beim Durchlesen der Zeitschrift „tierhomöopathie“ auf holon gestoßen. Das muß etwa  November 2008 gewesen sein, weiß ich aber leider nicht mehr genau.

Ich war zuvor noch nie in einem Forum, und war entsprechend unsicher. Alleine die ganzen Funktionen zu verstehen war schon eine große Herausforderung für mich.
Anfangs habe ich auch immer nur gelesen und gestaunt, nie hätte ich mich getraut selbst etwas zu schreiben.

Heute gehört holon zu meinem Tagesablauf fest dazu, gleich nach dem checken der emails, schaue ich im Forum nach den neusten Beiträgen.
Die Mitglieder sind mittlerweile so etwas wie eine „Freundeskreis“, ich finde es sehr schön, dass wir nicht anonym miteinander verkehren, die meisten schreiben unter ihrem richtigen Namen und oft gibt es dann noch ein entsprechendes Bild.
Beim Tierhomöopathie- Kongreß in Badenweiler im März 09, konnte ich dann auch einige Mitglieder persönlich kennenlernen

Mittlerweile habe ich mehrere AG´s bei Claudia belegt und habe in dieser Zeit mehr gelernt, als in meiner gesamten Tierhomöopathie-Ausbildung.

Einer der Höhepunkte im vergangenen holon-Jahr war für mich die Arzneimittel-Verreibung. Es war meine erste Verreibung und dank guter Anleitung konnte ich das auch alleine gut bewältigen. Dieser Arbeitsschritt war eine ganz besondere Erfahrung, deshalb habe ich auch das obige Bild eingefügt, denn es ist an dem Verreibe-Wochenende entstanden und hängt seitdem in meiner Praxis.

Lobende Grüße   
Petra Soballa
www.tierheilpraxis-soballa.de

Die Seminar-Gruppe Tecklenburg

Der Weg zu einem Homöopathie-Wochenend-Seminar mit 9 Frauen ist steinig:

Ausreichende Verpflegung muss organisiert werden, möglichst so viel, dass auch am Ende des Wochenendes noch die Hälfte übrig ist.

Mitfahrerinnen müssen dazu gebracht werden, weder zu früh mit Sack und Pack vor der Tür zu stehen und die Fahrerinnen aus dem Bett zu werfen, noch zu spät am Treffpunkt zu erscheinen.

Die Bücherkiste muss gepackt werden, mit nur einer kleinen Auswahl an Lieblings-Homöopathie-Fachliteratur, ohne dass die Gefahr des Achsbruchs besteht.

Hat frau diese Herausforderungen gemeistert, wird sie belohnt:

Es hat sich ein Kreis von Kolleginnen zusammen gefunden, die die Liebe zum Tier verbindet. Gemeinsam haben wir auch die Begeisterung für die Homöopathie und den Willen, noch ganz viel dazuzulernen. Dabei haben alle eine unterschiedliche Grundausbildung, längere oder kürzere Praxiserfahrung mit den unterschiedlichen Tieren.

Gut dokumentierte Fälle machen Arzneimittelbilder lebendig. Verschiedene Kolleginnen stellen eigene Fälle anschaulich vor. Der Weg zum passenden Arzneimittel mit Repertorisation und Differenzierung der in die engere Wahl kommenden Mittel wird systematisch und für alle nachvollziehbar erarbeitet.

Bewußt setzen wir uns der Gefahr aus, dass Claudia uns „Lobhudelei“ vorwirft, aber das Risiko gehen wir ein: Nicht zuletzt liegt die gute Arbeitsatmosphäre an Claudias Art, strukturiert mit uns zu arbeiten und ihr Wissen und ihre Erfahrungen gern weiterzugeben.

Nicht-homöopathische Highlights des Wochenendes waren das herzerfrischende Lachen einer Kollegin, das einfach alle mitreißt; außerdem ein einäugiger Hundefutter-fressenden Kater und eine diebische Hündin, die anscheinend sonst nie etwas zu fressen bekommen.

Wir sind noch ganz am Anfang und kennen uns noch nicht wirklich gut. Das erste gemeinsame Wochenende stimmt uns optimistisch, dass eine tolle Gruppe  entstanden ist, in der wir gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren, uns weiterentwickeln und gegenseitig unterstützen können.

Update 2011: Inzwischen ist die Tecklenburger Seminargruppe ins dritte Jahr gegangen. Wir sind fast immer noch die gleiche Truppe, kennen uns gut, ergänzen uns gut und haben zusammen schöne und lehrreiche Wochenenden.


Die Teilnehmerinnen der Seminarreihe Materia medica in Tecklenburg

Kristin Trede, Schloß Holte-Stukenbrock, *1959, verheiratet. Zu mir gehören außerdem zwei zickige Katzen und eine fast 26-jährige Stute (die sich dank Homöopathie manchmal noch wie eine Dreijährige benimmt). Ausbildung beim FAT in Gelsenkirchen, Praxis mit Schwerpunkt Homöopathie und Akupunktur seit 10 Jahren. www.kristin-trede.de

 

 

 

Claudia Hahn, *1971, ein Partner, drei Hunde. Ich bin ein "Wie geht das?"-Mensch. Wenn mich etwas interessiert, bin ich unglaublich wissbegierig. Im "Verstehen" liegt für mich der Schlüssel zu einem glücklichen, respektvollen Umgang mit anderen Lebewesen.

 

 


Martina Garczarek
, 45 Jahre alt, 1 Sohn, 1 Pferd, 1 Hund, 5 Katzen. Ausbildung zur Tierheilpraktikerin am FAT in Gelsenkirchen 2007-2008. Eigene Fahrpraxis nebenberuflich seit Juni 2009. Begeisterter Homöopathie-Lehrling seit Frühjahr 2009 Dankholon. www.thp-ndrh.de

 

 


Sina Kirchner
, 24 Jahre, aus dem Sauerland. 1 Freund, 1 Pferd, 1 Pony, 1 Esel, 4 Ziegen, 2 Schweine, 2 Hunde, 2 Schlangen. Seit Januar 2009 selbständig mit einer Fahrpraxis aber mit etlichen Nebenjobs. Bin allerdings optimistisch, dass die bald weniger werden können...

 

 

Silvia Hohm, *1972, 1 Partner, 1 Hund. Die Liebe zu Tieren begleitet mich schon von klein auf. Sehr zum Leidwesen meiner Eltern habe ich alles angeschleppt, was Fell und Federn hatte und wie in Not geraten wirkte. Heute bin ich etwas vernünftiger geworden und habe meinen Wunsch, Not leidenden Tieren zu helfen, auf einen Straßenhund beschränkt und "tobe" mich ansonsten an tierischen Patienten aus.Mobile Praxis in Hagen und Umgebung. www.hohmoeopathie.de

 

 

 

Anja Ludwig, *1970. Nebenberufliche Fahrpraxis seit 2007 mit den Schwerpunkten klassische Homöopathie sowie Verhaltensberatung für Hunde und Katzen. www.tiertherapie-nrw.de

 

Glück im Unglück

Als ich in diesem Forum ankam, hatte ich bereits eine wochenlange Reise durch Tierarztpraxen und die Weiten des Internet zurückgelegt. Anlass war die Krankheit meiner Katze Gypsy, vor der auch eine homöopathisch arbeitende Tierärztin zunächst einigermaßen ratlos stand. Ich versuchte, mich so gut wie möglich zu informieren, um ihr bei den Heilungsbemühungen die richtigen Hinweise geben zu können.

„Zufällig“ stieß ich bei der Suche im Internet auch auf Ausbildungsmöglichkeiten als Tierheilpraktiker mit dem Schwerpunkt Homöopathie. Das faszinierte mich sehr, da ich schon als Kind immer „was mit Tieren“ hatte machen wollen, den Traum vom Studium der Biologie oder Veterinärmedizin aber in der DDR bereits vor einer Studienbewerbung aus verschiedenen Gründen ad acta gelegt hatte. Erneut von meinem alten Traum gepackt, begab ich mich nun auf die Suche nach einer geeigneten Ausbildung – und bei der Suche nach „Tierhomöopathie“ und „Ausbildung“ musste ich ja unweigerlich auf dieses Forum stoßen. Google sei Dank!

Meine Sicht auf die Homöopathie, die mich schon seit Jahren fasziniert, hat sich durch das Forum grundlegend gewandelt. Ich durfte erkennen, dass das, was ich zuvor für Homöopathie hielt, zum Teil recht weit von den Lehren Hahnemanns entfernt ist. Ich traue der Homöopathie jetzt noch viel mehr zu als vorher schon.

Ich beschäftige mich mit Q-Potenzen, von denen ich bis vor vier Monaten noch nie etwas gehört hatte. Ich räume rigoros in meinen Bücherregalen auf, um sie nach und nach mit dicken Bänden abseits der homöopathischen „Kochbücher“ zu füllen, und lerne in einer Forums-AG, wie man die „dicken Dinger“ nutzt.

Ich  werde, wenn alles gut geht, demnächst eine Ausbildung in klassischer Homöopathie beginnen, nur ein paar hundert Meter von dem Ort entfernt, an dem Hahnemann seinen Chinarinden-Versuch durchführte.

Und je mehr ich lese, desto mehr weiß ich, dass ich nichts weiß! Für mich aber eher Ansporn als erschreckende Erkenntnis. Auch das Forum bietet ja ausreichend Stoff und Möglichkeiten, die gähnende Leere zu füllen. Leider habe ich dazu kein ganzes Leben mehr Zeit, mindestens die Hälfte ist wohl schon um … Aber von solchen Kleinigkeiten wie dem fortgeschrittenem Lebensalter hat sich ja schon Hahnemann an rein gar nichts hindern lassen, wie wir wissen.

Nicht zuletzt macht es Mut, hier im Forum auf andere zu treffen, die in meinem Alter sind und auch gerade erst ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Sogar eine liebe Freundin in weiter Ferne habe ich hier gefunden.

Fast bin ich dankbar für die Krankheit meiner Katze Gypsy (der es inzwischen wieder gut geht). Wie es in einer Sufi-Geschichte heißt: Glück, Unglück – wer weiß das schon?

Den richtigen homöopathischen Weg muss sicher jeder selbst für sich finden. Glücklich kann sich aber schon mal schätzen, wer dieses Forum gefunden hat.
Kerstin Braun

Nein, nicht „Sterben, liegt im“, sondern „Blumenkasten, liegt gern lang ausgestreckt im“ – bei Gypsy ein individuelles Zeichen von wiedererlangtem Wohlergehen dank Phosphorus.

holon

Dieses Foto ist mein Ergebnis einer Hausaufgabe der AG-Arzneimittelbilder und stellt Calcium carbonicum dar.

Für mich ist holon zu einem homöopathischen Zuhause in einer wunderbaren Gemeinschaft geworden. Und auch wenn weder Claudia Grothus noch Sabine Loechle ein Hohelied hören möchten, die von beiden geführte Plattform ist für mich als Tierhomöopathin, die noch weit am Anfang eines langen Studienweges steht, sehr wertvoll geworden. Dafür DANKE!

In meinem Holon-Jahresrückblick 2009 fallen mir insbesondere die Arbeitsgruppen ein. Es ist erstaunlich wie viel Spaß Studieren machen kann!
Ich hatte das große Glück mehrere Arbeitsgruppen zu besuchen, um meinem Wissensdrang nachzugeben. Jede einzelne Gruppe brachte mir neue Erkenntnisse und wertvolle Hinweise für meine Arbeit in meiner Praxis.

Sehr kreativ durften wir Teilnehmer in der Arbeitsgruppe Arzneimittelbilder werden. Sechs Monate lang zeigte uns Claudia verschiedene Mittel, die wir näher recherchieren sollten und vergleichen durften. Manchmal glich die Recherche einer Detektivarbeit, um dem Mittel genau auf die Spur zu kommen. Es war interessant zu sehen, wie verschieden die Hausaufgaben zum oft gleichen Arzneimittel erstellt wurden, selbst wenn Studienkollegen die gleiche Literatur nutzten.

Fast immer öffnete sich mir ein neues, zusätzliches Blickfeld zu dem, was ich über das entsprechende Mittel bereits vor Augen hatte. Besonders klasse empfand ich die Erstellung einer Mindmap, für die ich mir das Mittel Arsen aussuchte. Die Recherche und die Gestaltung meiner ganz persönlichen Übersicht zu diesem Mittel bewirkte, dass ich mir das Arzneimittelbild wesentlich leichter einprägen konnte. Als ich danach einen neuen Tierpatienten bekam, fiel mir die Entscheidung für Arsen dank der Mindmap und meinen Recherchen wesentlich leichter.

Ein weiteres Highlight war das Sterbebegleitungsseminar von Sabine Müller, die zu uns in den Süden reiste und uns vor Ort nahe Augsburg an 2 Tagen schulte. Sabine schaffte es trotz des sehr sensiblen Themas immer die richtigen Worte zu finden und Hoffnung zu schenken.

Holon bedeutet „ein Ganzes, das Teil eines anderen Ganzen ist. Es wird auch als Ganzes/Teil umschrieben“, so Wikipedia! Wie ein sehr gut aufgehobenes Teil dieses Ganzen fühle ich mich bei holon. Jeder ist für den anderen da. Niemand wird im Regen stehen gelassen. Wer bereits weiter und fachkundiger ist, beantwortet mit Geduld die Fragen von denjenigen, die noch am Anfang stehen. Ich habe mir so eine Zusammenarbeit immer gewünscht und bin froh, dass dieser Wunsch bei Holon in dieser Gemeinschaft wahr geworden ist.

Schrobenhausen, 18.12.2009
Sonja Tschöpe
www.animal-visite.de

Das Arzneimittelbild von holon

HOLONI Hol.
Holon-Forumsmitglied

Charakteristika – Vorrangig weibliches Arzneimittel. Die Gemütsverfassung undDisposition sind die Hauptleitsymptome zur Auswahl von Hol.

Gemüt – Liebenswürdig; hilfsbereit; TIEFES BEDÜRFNIS, GLEICHGESINNTEN
UND TIEREN ZU HELFEN; Sehr tierlieb. Starker Gedankenfluss. Phantasievoll.
WISSBEGIERIG. Erträgt keine Ungerechtigkeit, v. a. nicht gegenüber Schwächeren;
Idealist. Wahnidee, sie habe noch nicht genügend Materia Medicae. GROSSE
SAMMLERLEIDENSCHAFT (V. A. LITERATUR). Leistungsbereit. Angst vor Armut,
weil dann keine Seminare mehr besucht werden könnten. Verlangen nach Austausch mit Kolleginnen.

Schwindel – Beim Lesen; Gefühl einer nahenden Ohnmacht, weil das zu Lernende
übermächtig erscheint.

Kopf – SE Gefühl, als sei das Gehirn zu klein. Leerer Raum zwischen Stirn und
Gehirn. OS Äußerst rege Gehirnaktivität. Kopfhaut heiß.

Augen – SE Unbändiger Drang, alles zu lesen; ständige Bewegung der Augen
OS DUNKLE RINGE; verquollene Augen; geschwollene Lider. Ermüdet durch Lesen.

Sehen – Buchstaben sehen grün aus.

Ohren – Stark gerötet

Hören – Hören erschwert, v. a. für störende Nebengeräusche. Selektives Hören.

Nase – OS Steckt dauernd in Büchern. Nasenspitze gerötet.

Gesicht – OS Hyperämie < Denken; Augen eingesunken & dunkel umrandet SE
Hitzegefühl

Nahrung – Oft starke Abneigung gegen Fleisch. Verzicht auf tierisches Eiweiß.

Magen – SE Fühlt sich hohl an. Vergisst zu essen.

Harnwege – OS Blasenentzündung. Prall gefüllt, OS Vergisst, zur Toilette zu gehen.
Spannungsgefühl über der Blasengegend.

Rücken – SQ Im Lumbalbereich,< Sitzen. Lendenschmerzen. OS Verspannungen, v.
a. im Nackenbereich < gekrümmte Haltung vor dem PC

Schlaf – Häufiges und unbeherrschbares Gähnen. Sehr ruhelos. Sehr lebhafte
Träume. Patienten verfolgen sie bis in ihre Träume. Kommt mit wenig Schlaf aus.

Modalitäten – Schlimmer: Sitzen. Ungerechtigkeit. Selbstzweifel. Armut. PCProbleme. Uneinsichtige Tierhalter. Nicht ernst genommen werden. Besser:
Gesellschaft. AUSTAUSCH MIT GLEICHGESINNTEN. Geheilte Fälle. Sich
ausweinen können.

Silvia Hohm, Hagen, 19.12.09 – www.hohmoeopathie.de

Die Geschichte des Borkheider Bärchens

Dieses Foto von Bärchen ist im Rahmen der AG “Wie lerne ich Arzneimittelbilder” entstanden und repräsentiert Calcium Carbonicum.

Guten Tag, liebe Freunde im Holon Forum!

Ich möchte mich gerne bei Euch vorstellen: mein Name ist ganz schlicht Bärchen. Von meiner Vergangenheit ist nicht viel bekannt. Meine Freundin Anne hat mich in einem Hexenhäuschen gefunden, die Vorbesitzer hatten mich einfach dort vergessen. Wahrscheinlich haben sie sich von meiner etwas verschlossenen und reserviert Art täuschen lassen, und dachten, es würde mir nichts ausmachen. Vielleicht dachten sie auch, ich sei so phlegmatisch, dass ich ewig so an der Hauswand sitzen könnte und keine Trauer empfinden würde.

Meine Freundin Anne erzählte mir später, als wir uns schon etwas besser kannten, dass sie mich von Anfang an unheimlich süß fand. Ich sah etwas verloren und zerbrechlich aus. Meine Haut war schon vom säuerlichen Regen stark angegriffen, so dass ich nicht mehr ganz so hübsch wie früher war. Sie beichtete mir aber, dass sie mein schüchternes Lächeln, mein pummeliges Gesicht mit den runden Bäckchen, meinen liebevollen Blick und auch die kindlichen Ohren so bezaubernd fand.

Seit sie da ist, ist das Leben toll. Sie bietet mir Schutz, wenn’s zu kalt wird,  sie setzt mich ins Beet zu den hübschen Ringelblumen, damit mich die Sonne wärmt. Dort fühle ich mich sehr wohl.

Genau in diesem Beet hat meine Freundin Anne dieses Foto von mir gemacht. Sie hat mir erklärt, dass ich einfach so sein soll, wie ich bin. Das würde unheimlich gut zum Arzneimittelbild von Calcium Carbonicum passen. Ich verstehe nicht viel davon, ich vertraue ihr einfach. Ein bisschen Inszenierung musste sein, sagte sie. So sollte ich Muscheln in meinen Armen halten, die für die Austernschalen stehen, aus denen die Arznei gewonnen wird.

Ich habe kürzlich erfahren, dass meine Freundin nicht mehr ins Häuschen gehen wird. Ich hatte natürlich große Angst. Was sollte aus mir werden? Würde sie mich verlassen? Aber nein! Ich brauche mir keine Sorgen zu machen. Ich werde nicht alleine in der Kälte sitzen müssen, die ich so schlecht vertrage. Nein, sie wird mich nicht schutzlos zurücklassen, sondern mich mit nach Berlin in ihre neue Wohnung nehmen. Dort wird sie mir ein schönes Plätzchen schenken, an dem ich mich ganz geborgen fühlen werde.

Alles Liebe,
Euer Bärchen


Anne Sasson www.berlin-tierhomoeopathie.de

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